Und ja — die ehrliche Antwort ist: irgendwas mit Code. Vielleicht sogar funktionsfähig. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht etwas dazwischen, das man höflich „interessant“ nennt.
Es ist ein bisschen wie die Perspektive einer Product Ownerin oder eines Produktmanagers: Im Kopf existiert eine klare Vision. Man sieht Abläufe, UI‑Fragmente, Interaktionen, vielleicht sogar schon die fertige App vor sich. Und dann geht’s in die Umsetzung — und das, was am Ende rauskommt, ist… nun ja… eine Interpretation.
Im echten Leben heißt das dann oft:
„Das hatte ich mir aber anders vorgestellt.“
Genau hier beginnt das erste Problem: die Übersetzung vom Epic zum Task. Von „Ich weiß genau, was ich will“ zu „Was steht jetzt eigentlich im Ticket?“.
Für meinen POC ist mir das gerade egal. Ich weiß, dass ich mit 14 Prompts nicht einmal annähernd das bekomme, was ich denke, was das Ergebnis sein könnte. Und das ist völlig in Ordnung.
Denn das hier ist ein Test. Ein Experiment. Ein bewusst unromantischer Blick auf KI‑gestützte Entwicklung.
Ich glaube nicht an eine Wundermaschine. Ich glaube nicht an einen One‑Shot‑Product‑Ready‑Prozess. Ich glaube an Iteration. An Reibung. An das „Dazwischen“.
Wir — bzw. ich — sind noch ein gutes Stück entfernt von 99,9 % Industriestandard, wenn es um die Ergebnisse von VIBE‑Coding geht. Aber genau deshalb mache ich diese VIPe‑Iteration:
Hands‑on. Lernen. Verwerfen. Weiter.
Der Startprompt wartet. Und ich bin gespannt, was passiert, wenn Theorie und Realität zum ersten Mal aufeinandertreffen.